Achtung: Hundevermehrer
Der Broholmer ist eine seltene und besondere Hunderasse. Seit Jahrzehnten setzen sich engagierte Züchter und Vereine in vielen Ländern dafür ein, diese Rasse gesund, wesensfest und ursprünglich zu erhalten.
Gerade weil der Genpool klein ist, erfordert verantwortungsvolle Zucht viel Wissen, Planung und Zusammenarbeit, oft auch über Ländergrenzen hinweg. Die Zucht des Broholmers wird weltweit durch die FCI überwacht. Zuchttiere werden umfangreich gesundheitlich untersucht und müssen zudem Wesensbeurteilungen durchlaufen. Nur so kann die Rasse langfristig gesund und stabil bleiben.
Leider werden seit einigen Jahren immer häufiger Broholmerwelpen über Verkaufsplattformen und Kleinanzeigen angeboten, oftmals ohne anerkannte FCI-Papiere und ohne nachvollziehbare Herkunft. Teilweise stammen diese Hunde aus selbsternannten „Zuchtvereinen“ oder aus Vermehrungen, bei denen vor allem die steigende Nachfrage nach dieser seltenen Rasse genutzt wird.
Dabei geht es nicht darum, ob ein Hund mit oder ohne Papiere „mehr wert“ ist. Und selbstverständlich sind auch Mischlinge wunderbare Hunde. Entscheidend ist vielmehr, wie und unter welchen Bedingungen gezüchtet wird, und welche Folgen unkontrollierte Verpaarungen für Gesundheit und Wesen der Hunde haben können.
Immer wieder erleben wir, dass Familien mit schwer kranken jungen Hunden verzweifelt Hilfe suchen. Schwere Gelenkerkrankungen, Stoffwechselstörungen, genetische Defekte oder frühe Todesfälle sind leider keine Einzelfälle. Viele dieser Probleme entstehen durch fehlende Gesundheitskontrollen, Inzucht oder unüberlegte Verpaarungen.
Besonders kritisch sehen wir außerdem die gezielte Einkreuzung anderer Rassen wie beispielsweise Cane Corso, Boerboel, Tosa Inu, Akita Inu oder Rhodesian Ridgeback. Diese Rassen haben ursprünglich ganz andere Aufgaben und bringen oft ein völlig anderes Wesen und andere Eigenschaften mit. Für Käufer entsteht dadurch häufig ein schwer einschätzbares „Überraschungspaket“, das nicht dem entspricht, was man sich von einem Broholmer erhofft.
Natürlich gibt es auch Hunde aus solchen Verpaarungen, die gesund sind und geliebte Familienmitglieder geworden sind. Das möchten wir niemandem absprechen. Dennoch sind wir der Meinung, dass verantwortungslose Vermehrung nicht weiter unterstützt werden sollte.
Als Kynologische Gemeinschaft für Broholmer e.V. stehen wir für verantwortungsvolle, transparente und gesundheitsorientierte Zucht im Sinne der Rasse. Unser Ziel ist es, den Broholmer auch für zukünftige Generationen als wesensfesten, gesunden und ursprünglichen Hund zu erhalten.
Allen Interessenten empfehlen wir deshalb, sich bei der Kynologischen Gemeinschaft für Broholmer e.V. über seriöse Zuchtstätten zu informieren. Die Ansprechpartner und Kontaktdaten finden Sie hier.